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                       Evangelische Kirchengemeinde
           
                Bohnsdorf-Grünau
             

                                                  


  Paul – Gerhardt – Gemeindeheim

Reihersteg 36-38
12526 Berlin

Tel: 030 / 676 10 90

                                                                     Fax: 030 / 67 80 99 55

                Losungen           
           April / Mai

              Ihr seid das auserwählte Geschlecht,
            die königliche Priesterschaft, das heilige
            Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr
            verkündigen sollt die Wohltaten dessen,
            der euch berufen hat von der Finsternis
            zu seinem wunderbaren Licht.
            1. Petrus  2,9

            Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel
            des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt
            und den ihr von Gott habt? Ihr gehört
            nicht euch selbst.
            1. Kor  6,19

            
Jahreslosung 2016

           
Gott spricht:
              Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
              Jes 66,13


        Liebe Gemeinde,
                   
                
                
       unser Monatsspruch aus dem ersten Brief des Petrus lässt kein Klischee aus.
               Er ist so erstes Jahrhundert!
               Kaum ein Wort darin, das nicht irgendwie schwierige Assoziationen weckt: nicht nur das
               Geschlecht, auch königlich, Priesterschaft, heilig, Volk, Finsternis. Alles ganz schön knifflig.
               Aber was für uns an dieser Bibelstelle an Inhalt steckt, hat andererseits auch einiges zu
               bieten: Die zentrale Aussage des Petrus an die Gemeinde besteht darin, dass sie Gutes
               verkünden soll. Und auch das klingt schon wieder unzeitgemäß.
               Denn die Zeitungs- und Medienmacher wissen, dass nur schlechte Neuigkeiten gute
               Neuigkeiten sind, denn die schlechten Schlagzeilen steigern das Interesse und damit die
               Auflage und die Einschaltquote.
               Und so sind die schlechten Neuigkeiten gut für die Medien. Die Gemeinde aber soll GUTES
               verkünden. Und auch das wird man doch noch sagen dürfen! Erzählen können wir Gläubigen
               von den Wohltaten Gottes. Denn er hat uns ins Licht gebracht. Sein Licht macht unser Leben
               hell. Und das nicht wegen unserer guten Werke, sondern weil ER, Gott, so ist.
               Er nimmt Menschen an und lädt sie ein, teilzuhaben an seinem Licht und Leben. Diese
               einseitige Zuwendung Gottes ohne Bedingung oder Vorleistung wird in der Bibel als Erwählung
               oder Berufung bezeichnet. Dabei geht es nicht um - Auswahl - wie bei Aschenputtel,
               - die Schlechten ins Kröpfchen - , sondern um die einseitige Zuwendung Gottes, die von ihm
               ausgeht und daher auch unverlierbar ist. Gottes Liebe gilt allen Menschen und von ihm geht
               sie aus. Davon sollen die Gläubigen erzählen und weitersagen, weil sie davon schon etwas
               erfahren haben.
               Diese Nähe Gottes hat man früher nur den Priestern und dem auserwählten Volk zugetraut.
               Gott aber hat das von sich aus übertroffen. Denn in Jesus ist er Mensch geworden und zu
               uns gekommen. Er nimmt uns an und wir nehmen einander an. Von dieser beglückenden
               Erfahrung können wir weitersagen! Und das ist eine äußerst zeitgemäße Aufgabe für uns
               als Gemeinde und als Einzelne: Gott will uns dabeihaben!
              
              

                 Ulrich Kastner