Bohnsdorf
Grünau

 

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Friedenskirche
Matrossowo 1
Matrossowo 2
Einladung


  Ev.  Friedenskirche Berlin - Grünau
  
Don - Ugoletti - Platz,  12527 Berlin                             


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Der Taufstein im Altarraum, eine Steinmetzarbeit aus Sandstein, trägt die Umschrift „Gestiftet von Ihrer Majestät der Kaiserin Auguste Victoria".

Das Gestühl aus Eichenholz stammt von der Grünauer Tischlerei Louis Deckert. Die Bänke haben an den Außenseiten unterschiedlich geschnitzte Ornamente. Reste der ursprünglich farbigen Gestaltung sind noch zu sehen. Die Zahl der Sitzplätze beträgt nach dem 2006 erfolgten Umbau 350 bis 400.

Abb. 23 Das Gestühl mit Schnitzereien

 

Abb. 24 Geschnitzte Rosette im Detail

Eine vom Grünauer Bürgerverein angeregte und aus Spenden finanzierte Ehrentafel für die im I. Weltkrieg gefallenen Grünauer befindet sich seit 1920 rechts neben der Kanzel. Der Entwurf stammt von dem Königl. Baurat Georg Königsberger, Grünau. Die Ausführung in feinkörnigem Krensheimer Muschelkalk übernahm die Steinmetzfirma Philipp Holzmann, Tempelhof.

Die Orgel baute die Berliner Fa. Kuhl & Klatt. Sie besaß damals schon einen elektrischen Antrieb und einen eingebauten Selbstspielapparat, der sich jedoch nicht bewährte. Durch die Fa. W. Sauer, Frankfurt/Oder, erfolgte 1922/23 ein Umbau sowie 1950 eine Neudisposition. Nach dem Diebstahl von Zinnpfeifen 1982 war sie nicht mehr bespielbar.

Von den ersten vier Bronze-Glocken der Fa. Schilling, Apolda, mussten im I. Weltkrieg die drei großen Glocken zu Kriegszwecken abgeliefert werden. 1922 bekam die Kirche ein neues Geläut mit drei Stahlklangglocken von der gleichen Firma. In den 70er Jahren des 20. Jh. fiel es gänzlich aus. Seit 1986 sind die Glocken wieder zu hören.

Die 1906 eingebaute Turmuhr der Fa. C. E. Rochlitz, Berlin, besaß bereits eine elektrische Selbstregulierung. In den letzten Kriegstagen 1945 zerstörte ein Artillerietreffer Zifferblatt, Zeiger und mechanische Zuführungswelle der Nordseite. Wegen des damaligen Mangels an Ersatzteilen wurde die Stelle zugemauert.

1998, nach fast vierzigjährigem Stillstand, erneuerte die Fa. H. Bittner die jetzt funkgesteuerte Uhr. Das alte Uhrwerk ist noch vorhanden.

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