Bohnsdorf
Grünau

 

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Friedenskirche
Matrossowo 1
Matrossowo 2
Einladung


 Ev.  Friedenskirche Berlin - Grünau 
       
Don - Ugoletti - Platz,  12527 Berlin          


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Architektur der Friedenskirche

Die Pläne zum Bau der Kirche fertigte der Geheime Regierungsbaurat Ludwig von Tiedemann an. Die Bauleitung lag in den Händen von Regierungsbaumeister Wilhelm Walther, von dem auch die Entwürfe für Altar, Kanzel, Gestühl, Eingangsportale und Türen stammen.

Aufgrund der Ortsrandlage erstreckt sich der Bau in Nord-Süd-Richtung. Der Grundriss zeigt eine vierjochige Kirche mit Kreuzgratgewölbe. An der westlichen Langseite ist ein Seitenschiff angelagert. Die Fassade weist ein nach Norden zur Apsis (Altarraum) hin abgestuftes Satteldach auf. Zwei Quersatteldächer an der Westseite mit Blendgiebeln als Abschluss des Seitenschiffs geben dem Ganzen sein charakteristisches Aussehen.

Der polygonale Eingangsbau mit dem Hauptportal und der darüber liegenden Orgelempore wird an der Südwestecke von einem 35 m hohen quadratischen Turm und an der Südostecke von einem apsidialen Anbau (Taufkapelle) abgeschlossen.

Der Baustil ist neoromanisch, weist aber auch Elemente des Jugendstils auf wie den umlaufenden Rundbogenfries und den ornamentalen Schmuck im Tympanon über den Rundbogenportalen. Diese Stilepochen spiegeln sich auch in der Innenausstattung wider, hier noch ergänzt durch den Historismus (Ausmalung des Altarraumes).

Die Fassaden bestehen aus Nesselberg-Sandstein (unterer Bereich und Turm) sowie aus roten Ziegelsteinen. In den Fensterrahmungen sind die Sandsteinquader künstlerisch bearbeitet. Seit 1995 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Zum 100. Kirchweihjubiläum 2006 wurde die Kirche unter Leitung der Architekten Thoma + Thoma, Berlin, saniert. Am augenfälligsten ist die arbeits- und kostenaufwändige Freilegung der alten Ausmalungen. Dabei verzichtete man bewusst auf Retuschierarbeiten.

Die Kirche erhielt eine neue Heizungsanlage mit Bauteilerwärmung und unter der wiederhergestellten Seitenschiffempore entstanden ein Sanitärtrakt sowie ein Gemeinderaum.

Die Beleuchtung erfuhr eine völlige Neugestaltung. Im Hauptschiff sowie auf den Emporen wurde eine Bodenbeleuchtung installiert. An der linken und rechten Seite des Hauptschiffes geben in den Bogen Lampen zusätzliches Licht. Die seinerzeit zugemauerten kleinen Fenster sind jetzt hell verglast. Die Leuchter in Vorraum, Taufkapelle und Turmvorraum sind original erhalten.

Ebenfalls zum Kirchweihjubiläum hat die Orgelbaufirma W. Sauer in einem ersten Bauabschnitt das zweite Manual mit acht Registern so weit erneuert, dass die Orgel nach fast 25 Jahren zum Festgottesdienst wieder erklingen konnte.

Abb. 1 Der polygonale Eingangsbereich     vom Don-Ugoletti-Platz gesehen

Abb. 2 Quersatteldächer mit Rundbogenfries  (2005)

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