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Bohnsdorf
Grünau
Friedenskirche
Matrosowo 1
Matrosowo 2
Einladung
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Evangelische
Kirchengemeinde
Bohnsdorf-Grünau
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Evangelische Partnergemeinde in
Matrosowo ,
Russ. Föderation
Von der Gemeinde Bohnsdorf,
insbesondere von Hans Behrendt, der
über ostpreußische Wurzeln verfügt, war die Idee
ausgegangen, eine Patenschaftsbeziehung zu einer
evangelischen Gemeinde im Kaliningrader Gebiet
(russische Exklave zwischen den EU-Ländern Polen und
Litauen) aufzubauen. Unterstützt wurde die Idee von
Pfarrer Ulrich Kastner, der in seiner vorhergehenden
Gemeinde in Hellersdorf schon eine solche
Partnerschaftsbeziehung kennen gelernt hatte. Die
Gemeinde in Matrosowo brauchte uns, es hatte sich bisher
kein Pate gefunden.
Matrosowo (Gilge) liegt am Kurischen
Haff beiderseits des Flusses Matrosowka (Gilge) in einem
Sumpfgebiet, das, vor 200 Jahren beginnend, durch
zusätzliche Kanäle entwässert wurde. Seit etwa 60 Jahren
sind die Entwässerungsanlagen nicht mehr einsatzfähig.
Der Sumpf beginnt am hinteren Gartenzaun. Eine erneute
Entwässerung des Gebietes ist nicht anzunehmen, da die
Melioration eine nachteilige Wirkung auf Umwelt und
Klima hat. Es wird sich ein Naturschutzgebiet
entwickeln.
In Matrosowo endet die von Süden, von
Golowkino (Nemonien, Elchwerder), kommende
einzige Straße am Flussufer; eine Fähre über den
Fluss gibt es nicht. Doppelt eingesperrt ist das Dorf,
der Weg von Golowkino führt über eine Pontonbrücke, die
von 22 bis 6 Uhr geschlossen ist. Für das Passieren der
Brücke wird Maut erhoben, die uns wegen des Besuches
eines Gottesdienstes erlassen wurde. Auch das ist
Russland!
Etwa 100 Menschen wohnen in dem Dorf.
Hinzu kommen noch die zeitweilig dort lebenden Gäste aus
Kaliningrad, Moskau und auch aus Deutschland, die die
Häuser als Datschen benutzen. Das noch erhaltene
ehemalige Pfarrhaus ist heute eine stark russisch
überformte Datscha.
Um 1930 gab es ca. 1200 Einwohner in
150 Häusern.
Unsere Partner-Gemeinde, die zu den
ersten gegründeten (1992) evangelischen Gemeinden im
Kaliningrader Gebiet gehört, umfasste ursprünglich die
Protestanten von zwei Orten, von Golowkino und von
Matrosowo. Es war eine große Gemeinde. Damit entstand im
Bereich der Propstei der Name „Bolschoje (Großes)
Matrosowo". Hinzu kommt eine volkstümliche, nicht
offizielle Bezeichnung für den Ort im Gegensatz zu einem
aus nur wenigen Häusern separat liegendem „Dorfteil",
der Malenkoje (Kleines) Matrosowo genannt wird.
Die Mehrheit der Gemeindeglieder im
Kaliningrader Gebiet ist deutschstämmig, die ab 1990 aus
Kasachstan und auch aus Kirgisien aus wirtschaftlichen
und ethnischen Gründen umgesiedelt wurden.
Eine Gruppe aus Bohnsdorf und Grünau
besuchte 2005 und 2007 (zum Festgottesdienst anlässlich
des 15 jährigen Bestehens am 15. 10.) die Gemeinde. Mit
Sach- und Geldspenden konnte in den zwei Jahren die Not
der Menschen erträglicher gemacht werden. Für die Kinder
gab es Bastelmaterialien, russische Kinderbücher,
Unterstützung für den Kindergarten in Golowkino und
einen Spielplatz in Matrosowo. Dieser Spielplatz, für
alle Kinder, wurde von den Dorfbewohnern gemeinsam
gebaut, mit der finanziellen Hilfe der
Bohnsdorfer-Grünauer Gemeinde. Das gemeinsame
Miteinander von Christen und Atheisten an diesem Objekt
führte zur Anerkennung der Gemeinde im Dorf,
insbesondere durch die staatlichen Stellen. |
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Abb. 1
MatrosowoS
und GolowkinoS
im
Kaliningrader Gebiet, Prospekt |

Abb. 2
Gilge um 1900, Mole ca. 800 m
Preußische Generalstabskarte
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Unsere Partner sammeln Bildmaterial
über die Vergangenheit ihres Ortes. Wer kann helfen?
Meldungen bitte an die
Kirchengemeinde Bohnsdorf-Grünau, Büro:
Reihersteg 36, 12526 Berlin
Tel.: (030) 6761090
mail: ev-kirche-bohnsdorf@t-online.de |
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