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aktuelle - Andacht


                 Andacht   Oktober


 

 Monatsspruch Oktober

 Wo aber der Geist des HERRN ist,
 da ist Freiheit.
 
2. Kor 3,17

 Monatsspruch November

 
Umso fester haben wir das propheti-
 sche Wort, und ihr tut gut daran, dass
 ihr darauf achtet als auf ein Licht, das
 da scheint an einem dunklen Ort, bis
 der Tag anbreche und der Morgen-
 stern aufgehe in euren Herzen.

 
2. Petr 1,19

 

 

 

 





















 

           Losung Oktober 2016

           
   Wo aber der Geist des HERRN  ist, da ist Freiheit.
               
 2. Kor 3,17

       
  Liebe Gemeinde,
                   
                
                  
      Ja, wunderbar, so ein Wort kommt mir doch gerade recht! Gerade Recht, um gegen
               jedwede gefühlte Unterdrückung zu protestieren, ganz besonders, wenn sie mich
               persönlich betrifft! Ganz recht kommt mir so ein Wort, wenn ich wieder einmal finde,
               dass mir irgendjemand - es sei Ehefrau oder Lebensgefährte, Vorgesetzter oder Vater,
               Mutter oder Lehrerin, Sportsfreund oder Vereinskumpan irgendetwas vorschreiben will,
               das ich partout nicht tun möchte.
               Nie mehr brauche ich nun mein Zimmer aufzuräumen und Hausaufgaben werden nicht
               mehr abgeliefert. Ich brauche keine Steuern mehr zu zahlen und nicht mehr pünktlich
               zur Arbeit zu gehen, nie mehr übe ich Zurückhaltung, wenn jemand mich ärgert und
               überhaupt endlich weg mit allen, die nicht so sind, wie ich sie mir wünsche - ganz gleich
               warum. Und überhaupt: Nie mehr Spinat, sondern nur noch Vanille - Eis. Zum Beispiel.
               Was hier als etwas unreife Karikatur daherkommt, mag im Kern andeutungsweise die
               Gefahr beschreiben, die in diesem in der Tat großen und wunderbaren Wort des Paulus
               steckt: Die Gefahr nämlich zu glauben, dass uns der Geist des HERRN in eine individuelle,
               absolute Freiheit führen würde, die unserem inneren Anspruchsdenken Tür und Tor öffnet
               und uns einen Freibrief zur Rücksichtslosigkeit gegen jede und alles ausstellt, die uns in
               den Weg treten. Das sei ferne!! würde Paulus ganz gewiss laut und erschrocken ausrufen,
               dem solche individuellen Selbstverwirklichungsgedanken auf Kosten aller anderen ohnehin
               per se ganz fremd waren.
               Paulus, wie überhaupt die ganze biblische Botschaft, bindet die Freiheit des Menschen
               ausdrücklich an den Geist Gottes. Und das Wesen dieses Geistes ist zuerst und zuletzt
               und immer: Die Liebe. Die Liebe, die das goldene Band webt zwischen mir, den anderen
               Lebewesen (allen ! ) und IHM, der die Liebe selbst ist, dem lebendigen Gott.
               Freiheit ohne Liebe führt in Terror und Sklaverei. Und umgekehrt ist es das Wesen der
               Liebe - der Liebe Gottes, der wirklichen Liebe zwischen allem Lebendigen - dass sie die
               Unfreiheit des oder der Geliebten nicht erträgt, sondern alles tun wird, die Geliebten zu
               befreien, von welchen Fesseln und Zwängen auch immer.
               Deshalb führt dieser Gott der Liebe uns, seine geliebten Menschenkinder von einer Freiheit
               zur anderen, damit wir frei sind zu lieben - IHN, den Lebendigen, unsere Mitgeschöpfe
               und uns selbst.
               Zu dieser Freiheit der Liebe hat uns Christus befreit.             

                   Katharina Schridde