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aktuelle - Andacht


                 Andacht   April


 

   Monatsspruch April
  Jesus Christus spricht:
  Siehe, ich bin bei euch alle Tage
   bis an der Welt Ende 
  
Matthäus 28, 20 b


 
  Monatsspruch Mai
 
  Es ist keiner wie du, und ist kein
   Gott außer dir.

  
2. Samuel 7, 22

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

         Monatsspruch April  

         
   Jesus Christus spricht:
             Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

            Matthäus 28, 20 b

                
                
    Liebe Gemeinde,             
                
             
    

                     Ostern werden wir in diesem Jahr erst gegen Ende April feiern, viel später geht es nicht. Die 
                halbe Passionszeit mit ihrem Höhepunkt wird auch noch den April ausfüllen, ansonsten geht es in
                diesem Weinstock um die ganze österliche Freudenzeit: Die Kernzeit des Kirchenjahres. Was 
                nehmen wir davon mit in den Rest des Jahres?
                Der Monatsspruch des April zitiert das Ende des Matthäusevengeliums, auf diesen Satz läuft die 
                ganze Konzeption des Evangelisten hinaus: Von Abraham mit der ursprünglichen Verheißung, dass
                in ihm alle Völker gesegnet werden sollen, schlägt er einen großen Bogen zu Jesus, dem Auferstandenen.
                Die Ostererzählung des Matthäus ist einfach. Die Frauen am Grab bekommen nur den Auftrag, die
                verbliebenen Jünger nach Galiläa zu schicken. Es folgt noch ein kurzer Bericht über die Bestechung 
                der Grabwachen und das Ausstreuen des Gerüchtes, die Jünger hätten nur die Leiche gestohlen.
                Und dann eben der Auftritt Jesu mit dem berühmten Missionsbefehl: "Gehet hin und lehrt alle Völker.."
                Dieser Auftrag Jesu ist sozusagen Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten in einem - mit dem Unterschied,
                dass hier nicht der Heilige Geist, sondern die Gegenwart Jesu selbst die Gemeinde auf Dauer tragen
                soll. Damit ist - so gibt es Matthäus zu verstehen - der Segen für alle Welt auf dem Weg zu den Menschen.
                Eine kleine Zwischenbemerkung stört ein bisschen: Wenn der Auferstandene vor den Jüngern erscheint,
                erwarten wir, dass die Jünger überwältigt sind. Das sind sie aber nicht: "einige aber zweifelten" trotz
                der Erscheinung. Oder gerade weil Jesus für sie "nur" eine Erscheinung ist. Es ist nicht überliefert, 
                ob der Auftrag oder auch das Gegenwartversprechen Jesu den Zweifel ausgeräumt hat. 
                Seine Abschlussworte bleiben einfach so stehen.
                Der Zweifel geht mit auf den Weg. Die Ostererfahrung räumt nicht alle Unklarheiten aus und überstrahlt,
                sondern bleibt bedingt durch die Erfahrung seiner Gegenwart. Dem Zweifel können wir nur mit Erfahrungen
                begegnen, die ihn ausräumen. Beweise helfen nicht. Es kommt in Wahrheit nicht auf ein lange 
                zurückliegendes Ereignis an, sondern auf die Gegenwart: auf die Erfahrung seiner Gegenwart unter uns.
                Ohne die immer wieder neue Gegenwart Jesu bleibt seine Auferstehung eine ferne Theorie.
                Eben um diese Erfahrung geht es in der Gemeinde Jesu, die wir sein wollen.

                Deshalb wünsche ich Ihnen - wünsche ich uns allen in den Wochen, die diese Ausgabe des "Weinstock"
                im Blick hat, diese österliche Erfahrung der Gegenwart Jesu unter uns und grüße herzlich,

                                 
                Ihr Pfarrer Hartmut Scheel