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aktuelle - Andacht


                 Andacht   aktuell


 

   Monatsspruch Dezember
   Wer im Dunkel lebt und wem kein
   Licht leuchtet, der vertraue auf den
   Namen des Herrn und verlasse 
   sich auf seinen Gott.
  
Jesaja 50,10


 
  Monatsspruch Januar
 
  Gott ist treu. 
  
1. Korinther 8,39

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

         Monatsspruch Dezember 

         
   Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf
             den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.

             Jesaja 50,10

                
                
            Liebe Gemeinde,             
                
             
    

                  wir gehen in die Adventszeit, wir erwarten das Kommen des Lichtes, wir erwarten Gottes Eingreifen zum Heil
                 der Welt. Wir erbitten - Erleuchtung - , um die Wirrungen unserer Zeit und unseres Lebens zu verstehen. Gott will
                 und Gott soll sein Licht leuchten lassen in der Finsternis! Damit ist nicht nur die Jahreszeit gemeint, auch wenn ab
                 Weihnachten das Tageslicht wieder zunimmt.
                 Schon die ersten Christen haben den Text aus dem Jesaja-Buch auf Jesus bezogen. Viele kennen ihn als
                 - Gottesknechtslied - aus den weihnachtlichen oder österlichen Lesungen. Jesus kommt, um Gottes Liebe neu,
                 noch menschlicher und mitten im Leben der Menschen zu offenbaren. Johannes schreibt:... das Licht scheint in der
                 Finsternis. Was ist nun die Finsternis? Finsternis ist, wenn Gottes Volk nicht auf Gottes Boten hört und an seinen
                 Irrwegen festhält. Finsternis ist Gottesferne, ist Geringschätzung von Gottes lebensdienlichen Weisungen.
                 Auch der Gottesknecht des Jesaja litt unter der scheinbaren Gottesferne des babylonischen Exils. Das Volk Gottes
                 bleibt nur dann Volk Gottes, wenn es seine Hoffnung auf IHN richtet, wenn es alles von IHM erwartet.
                 Licht und Finsternis sind gute Bilder zum Beschreiben von Gottes Wirken in unserer Welt. Anschaulich: Licht ist
                 lebensnotwendig; ohne Licht kein Leben. Die Blüten öffnen sonst nicht ihre Blütenblätter und die Bäume und
                 Sträucher wachsen auf der Lichtseite kräftiger. Licht gibt Kraft und Lebensfreude, ob als Kerze, Lagerfeuer oder
                 als liebe Sonne oder als Glühbirne in der Gefängniszelle. Licht gibt Orientierung. Die Straßenbeleuchtung, der
                 Lichtschutzfaktor auf den Bahnhöfen; viele Geschichten erzählen von der Macht des Lichtes. In der Dunkelheit
                 verschwimmen die Konturen. In der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen an Depressionen. Erst mit dem Licht
                 kommt Klarheit, sind Formen und Farben erkennbar.
                 Zur Notfall-Seelsorge werde ich fast nur in der Nacht gerufen. Seelische Not als Finsternis erlebt. Zur Weihnacht
                 hoffen wir auf die heilende Kraft des Lichtes. Frieden wird nur einkehren, wenn Gottes Licht die Finsternis vertreibt.
                 Eine Möglichkeit, Gott einzuladen, gerade zur Weihnachtszeit, ist das gemeinsame Lesen. Charles Dickens oder
                 Selma Lagerlöf schreiben von sehnsuchtsvollen Herzen und der Erfüllung, die das Licht der Weihnacht schenkt.
                 Das ist für mich Gotteswort im Menschenwort. Gott redet auch heute noch durch Menschen, die auf die Stimme
                 des Gottesknechtes hören, die Hoffnung und Frieden empfangen und weiterschenken.
                
                 Gebet:
Gott, der du alle unsere Finsternis hell machst: Wir danken dir für Deinen Sohn Jesus Christus:
                 das Licht de Welt! Tu uns das Herz auf für Deine erwählende Gnade, damit wir im Licht Deiner Herrlichkeit leben.
                 Durch Jesus Christus, das Licht der Welt und Licht unseres Lebens. Amen
   
                 Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

                        
                 Ihr Pfarrer Sven Täuber