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aktuelle - Andacht


                 Andacht   aktuell


 

 Monatsspruch April

 Was sucht ihr den Lebenden bei den
 Toten? Er ist nicht hier, er ist
 auferstanden
 
Lk 24, 5-6

 Monatsspruch Mai

 
Eure Rede sei allezeit freundlich und
 mit Salz gewürzt.

 
Kol 4,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

           Losung Mai 2017

           
   "Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.
               
 Kol 4,6

           Liebe Gemeinde             
                
                
   
    unsere Rede soll allezeit freundlich sein. Das schaffen wir mit " links ".
               Kein Problem, wenn uns doch schon in jedem Laden eine geschäftsmäßige Freundlichkeit
               entgegenschlägt und wir selbst an mancher Tankstelle " herzlich willkommen " geheißen werden. Nur
               kann eine Leuchtreklame - selbst wenn sie " Herzlich willkommen " lautet - nicht sehr herzlich sein.
               Sie leuchtet jedem - und muss daher unpersönlich bleiben. Herzlichkeit ist etwas anderes.

               Nun feiern wir in diesen Tagen die Auferstehung Jesu. In der Passionszeit haben wir des Leidens Christi
               gedacht. Er ist den Weg allen Fleisches gegangen: Geboren und gestorben. Der menschlichste aller
               Menschen wurde mit Heimtücke zu Tode gebracht. Aber dabei ist es nicht geblieben. Denn Gott hat ihn
               auferweckt. Für uns Christen ist das der Ausweis seiner Autorität, die auch seine Worte und Taten in ein
               neues Licht stellt. Wenn Jesus der Sohn Gottes ist, der Christus, dann hat er uns etwas zu sagen und
               dann sprechen seine Gleichnisse von Gott, dann begegnet uns in seinen Taten und Worten Gott selbst.
               Wir erkennen uns neu, wie Gott zu uns steht, und wir vor ihm.
               Zur Zeit Jesu waren die Gläubigen eine kleine verachtete Minderheit. Der Tod Jesu am Kreuz hat sie völlig
               in Verzweiflung und Ratlosigkeit gestürzt. Ihr Freund, ihr Vorbild und Lehrer Jesus war als Verbrecher
               hingerichtet worden. Damit war auch das Leben der Jünger in eine Sackgasse geraten: Nichts ging mehr.
               Doch gegen alles Offensichtliche, trotz Tod und Grab, schafft Gott neues Leben!

               Das ist die Osterbotschaft der Jünger! Gott schenkt neues Leben. Er hat Christus auferweckt. Und die
               Jünger? Ja die Jünger hatten doch irgendwie recht. Mit dieser Botschaft kann man auftrumpfen! Und
               genau das ist die wohl die Gefahr, wenn man recht hat. Wenn man mehr weiß als andere.

               Aber darin - allein im recht haben - liegt keine Lösung. Denn es geht um den Inhalt: Das Leben, das
               Gott schenkt. " Die Christen müssten mir erlöster aussehen..., wenn ich an ihren Erlöser glauben soll";
               diese Äußerung wird dem Philosophen und Pfarrerssohn Friedrich Nietzsche zugeschrieben. Und - ob
               wahr, oder nicht -, sie hat etwas für sich: An Jesus zu glauben, heißt nicht immer recht zu haben, sondern
               um die eigene Erlösungsbedürftigkeit zu wissen. Dass ich Gott so nötig habe wie der Nächste, verbindet
               mich mit ihm. Egal, woher er kommt oder welche Partei er wählt.
               Die Freundlichkeit kommt aus dem Wissen, dass Gott uns Menschen in Christus, dem Auferstandenen
               begegnet. Aber nicht überheblich und anmaßend, sondern als Freund und Bruder. Wie könnten wir da
               andere Menschen ausschließen?
               Reden wir miteinander - davon, was uns bewegt. Dies Licht der Auferstehung ermöglicht Begegnungen.         

                                            
               Ihr Ulrich Kastner