Startseite

 



Februar
April
Juni
August
Oktober
Dezember
  Dezember


aktuelle - Andacht


                 Andacht   aktuell


 

  Monatsspruch August
 Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe
 bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm.
 
1. Johannes 4,16


 
Monatsspruch September
 
Gott hat alles schön gemacht zu seiner
 Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr
 Herz gelegt; nur dass der Mensch
 nicht ergründen kann das Werk, das
 Gott tut, weder Anfang noch Ende.

 
Prediger 3,11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

         Monatsspruch August 2018

         
   Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
             bleibt in Gott und Gott in ihm.

            1. Johannes 4,16

                
                
    Liebe Gemeinde,             
                
             
    

               das ist ein großer Satz, der uns für den Monat August in diesem Jahr aufgegeben ist: Gott ist die Liebe.
               In der Schule haben wir gelernt: Gleichungen kann man einfach umdrehen, dann heißt das: Die Liebe ist Gott.
               Dann wird es gefährlich, denn Liebe ist ein inflationär benutztes Wort geworden. Alles, was wir als Liebe
               und auch alles, was so bezeichnet wird, wäre dann eine Gotteserfahrung. Aber: Ob das so schlimm wäre?
               "Worauf du nun (sag ich) Dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich dein Gott." hat Luther uns
               aufgeschrieben. Und ein Herz, das an der Liebe hängt und sich auf sie einlässt, es wagt, sich ganz auf die 
               Liebe zu verlassen, kann nicht verkehrt liegen - oder eben hängen. 
               Das Problem ist nur, dass wir Liebe nicht für sich, sondern zunächst die Liebe von Menschen erleben. 
               Dann wird die Liebe oft ein seltsames Spiel, auf Wanderschaft und unzuverlässig. Wenn solch ein seltsames 
               Spiel eine Gotteserfahrung sein soll, wären wir verloren. Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen:
               Sie wird als eine Himmelsmacht erlebt. Mindestens für Momente macht sie unser Leben aus.
               Was ist es, was wir als Liebe erleben? Nein, es ist nicht die Gefühlsaufwallung, das Hingezogen sein zu
               zu wem auch immer. Liebe ist geliebt werden: Sie oder er meint mich! Und weil ich geliebt werde, weil ich 
               gemeint bin, kann ich mich hier ganz loslassen. Ich weiß, dass mein Gegenüber mich genauso im Blick
               hat, als wäre ich es selbst, der oder die für das Meine sorgt. Gott ist in unserem Bekenntnis die Liebe,
               weil wir erfahren, dass er uns zuerst geliebt hat - so steht es ganz klar drei Bibelverse später. 
               Aber diese alte biblische Behauptung deckt sich mit den Ergebnissen moderner Verhaltensforschung:
               Gott ist die Liebe, weil wir uns als Geliebte erfahren.
               In den Johannesbriefen wird als Konsequenz der Gottesliebe die Bruderliebe gefordert, oder sagen wir: 
               die gemeindliche Geschwisterliebe. Natürlich denken wir  - und nicht nur wir - beim Stichwort Liebe sehr
               schnell an die Liebe zwischen Frau und Mann. Jahrhunderte lang haben Theologen sich große Mühe 
               gegeben, hier Unterschiede zu unterstreichen. Aber es spricht viel dafür, in der Begegnung der Geschlechter
               das Musterbeispiel und den Ernstfall von Liebe zu sehen, natürlich bedroht von Missverstehen und auch
               Missbrauch. Aber die Erfahrung ganzheitlichen Angenommenseins und deshalb vorbehaltlosen sich selbst
               loslassen und hingeben Könnens ist irdisch nicht zu übertreffen und deshalb vielleicht sogar die ultimative
               Spur Gottes in unserem Leben: Gott ist die Liebe und die Liebe ist Gott. Die Geschwisterliebe ist davon
               nur ein Abglanz, was nicht gegen sie spricht, im Gegenteil.
               Mit diesem WEINSTOCK wünschen wir ihnen die himmlische und dann auch die menschliche Erfahrung
               des Geliebt - Werdens, denn ohne Liebe, ohne das Erleben von Bejahung und " Ich bin gemeint " 
               können wir gar nicht leben.
           

               Herzliche Grüße und meine besten Wünsche für diesen Sommer,             
                     


                    
Ihr Hartmut Scheel