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aktuelle - Andacht


                 Andacht   aktuell


 

 Monatsspruch Dezember

 Meine Seele wartet auf den
 Herrn mehr als die Wächter
 auf den Morgen.
 
Psalm 130,6

 Monatsspruch Januar 2017

 Auf dein Wort will ich die
 Netze auswerfen.

 
Lk 5,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

           Losung Dezember 2016

           
   Meine Seele wartet auf den Herrn mehr
             als die Wächter auf den Morgen.

               
 Psalm 130,6

       
  

           Gott will im Dunkel wohnen                 
                
                
     
   Dunkelheit ist - zumindest für viele von uns - schwer auszuhalten, die äußere und ebenso
               die innere. Die ersten Adventslichter mit Sternchen und Glitzerkette sah ich gestern in einem
               Vorgarten: Am 30. Oktober also, fast acht Wochen vor Weihnachten. Aber es ist jetzt schon
               um halb sechs abends wieder dunkel, die Sterne müssen her - wie im Himmel so auf Erden
               und zwar sofort. Und heute, da ich dies schreibe, begegnet mir schauriges Halloween- Gefunkel
               allenthalben, leuchtende Skelette auf schwarzen Kostümen, zähnefletschende Kürbisse in den
               Haustüren, kleine Kinder mit neonleuchtenden Zauberstäben, deren kalkweiß geschminkte
               Gesichtchen unter übergroßen schwarzen Zauberhüten dämmern.
               Das Grauen wird inszeniert und verniedlicht. Auch eine Möglichkeit, mit der Dunkelheit umzugehen.
              
               Und doch ist diese Sehnsucht, das Dunkel zu erhellen, eine Ursehnsucht in unseren Menschen-
               herzen. Auch wenn wir keine Kosten und Mühen scheuen, um die Nacht zum Tag zu machen,
               so ändern wir doch der Welten Lauf nicht und noch bleibt die Erde auf ihrer Umlaufbahn - und
               das bedeutet für uns: Die Zeit der Dunkelheit wird lang und die Sehnsucht groß.

               Und die Sehnsucht nach Weihnachten auch, selbst wenn viele vielleicht vor allem auf die Geschenke
               warten. Nun, und wenn schon. Ein schönes Geschenk mag ein Abglanz sein dessen, um was - nein
               um wen! - es wirklich geht und vielleicht kommt ja der eine oder andere auch durch ein Geschenk
               ins fragen: Warum schenken wir uns eigentlich etwas zu Weihnachten? Wer hat damit angefangen?
               Waren´s die Hirten, die dem Kindlein Felle und der Mutter frischen Schafskäse zur Stärkung brachten?
               ( Ein wenig Wein für Josef war wohl auch dabei ). Waren´s die Könige mit Gold und Weihrauch und
               Myrthe, die im Kind den König, den Gott und den Überwinder des Todes erkannten?

               Zuallererst war es Gott selbst. ER hat uns zuerst etwas geschenkt, nämlich eben sich selbst im Kind.
               Damit dieses Kind unser König, unser Hirte, unser Retter sei. Und unser Licht - denn wo ER ist kann
               kein Dunkel sein, sondern nur Leben und Licht und Liebe. ER, der lebendige Gott, schenkt uns sein
               Versprechen in seinem Sohn: Ich bin bei Euch - Immanuel - wo immer ihr seid.

               Eines der schönsten Weihnachtslieder singt davon in dunkler Zeit: " Die Nacht ist vorgedrungen " ,
               geschrieben 1937 von Jochen Klepper. Er wusste vom Dunkel und er glaubte an Gott, der uns
                    
 nicht im Dunkeln lässt:

                                                                    Gott will im Dunkel wohnen
                                                                       und hat es doch erhellt.
                                                                       Als wollte ER belohnen,
                                                                        so richtet ER die Welt.
                                                                    Der sich den Erdkreis baute,
                                                                     der lässt den Sünder nicht.
                                                                   Wer hier dem Sohn vertraute,
                                                                   kommt dort aus dem Gericht.
                              

                                                                                  ( EG 16,5 )
               Das ist Sein Geschenk an uns und deshalb feiern wir - in der Weihnachtszeit und in unserem ganzen
                 
   einer großen Adventszeit.        

                     Katharina Schridde