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aktuelle - Andacht


                 Andacht   aktuell


 

 Monatsspruch Februar
 Es ist das Wort ganz nahe bei dir,
 in deinem Mund und in deinem
 Herzen, dass du es tust.
 
5. Mose 30,14.


 
Monatsspruch März
 
Jesus spricht:
 Es ist vollbracht!
 
Johannes 19,30

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 





















 

           Jahreslosung 2018

           
   Gott spricht:
               Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des
               lebendigen Wassers umsonst
.
             
Offenbarung 21,6
                
                
         Liebe Gemeinde,             
                
                
       
Die Leser der Offenbarungstexte des Johannes von Patmos am Ende des ersten nachchristlichen
              Jahrhunderts wussten, was es bedeutet, durstig zu sein. Wasser ist bis heute kostbar im vorderen
              Orient. Und wem in der arabischen Wüste das Wasser ausging, der war dem Tod geweiht, wenn
              er nicht wusste, wo Wasserquellen zu finden sind.
              Die ersten Leser der Offenbarungstexte lebten, wie der Autor selbst, in großer Bedrängnis. Wer
              seinen Glauben offen bekannte, musste mit Verfolgung durch die römischen Machthaber rechnen.
              Sie dürsteten nach Freiheit, um ihren Glauben leben zu können, nach Gerechtigkeit und Anerkennung.

              Wann war ich das letzte Mal wirklich durstig oder hungrig? Wonach dürste ich? Mein Grundgefühl -
              besonders nach den Feiertagen - ist eher Sattheit. Ich lebe im Handlungsmodus des Auswählen-
              müssens, ob im Supermarkt, vorm Bildschirm, vom Mobilfunkanbieter bis zur Lebensversicherung.
              Und manchmal fühle ich mich regelrecht überflutet von Informationen und Dingen, die ich nie wissen
              oder haben wollte.

              Wonach aber dürste ich wirklich? Was brauche ich in meinem Leben? Um das herauszufinden,
              braucht es Wüstenzeiten in meinem Leben. Manchmal sind es Situationen, in die mich das Leben
              wirft durch eine Krankheit oder einen Verlust. Mir steht plötzlich klar vor Augen, worum es eigentlich
              geht und wie viele Dinge meines Alltags nur Zeit- und Energiefresser sind. Solche Wüstenzeiten
              kann ich mir aber auch selbst einrichten als Zeiten der Stille, des Gebets, des Fastens, in denen
              ich mit mir selbst und mit Gott in Berührung komme. Dann fühle ich mich verbunden mit den Quellen
              lebendigen Wassers, die es in keinem Supermarkt und auch nicht im Internet zu bestellen gibt,
              sondern die immer schon da sind - umsonst.

              Auf der Suche nach den Quellen lebendigen Wassers sind wir aber nicht nur als Einzelne, sondern
              auch als Gemeinden. Dabei fordert uns die Jahreslosung dazu auf, die Frage immer wieder auch
              danach zu stellen, wonach unsere Gemeinden eigentlich dürsten!
              Neben allen zu klärenden Strukturfragen gilt es, immer wieder neue zeitgemäße Erfahrungsräume
              und Wege zu finden, in denen wir uns selbst und Gott auf die Spur kommen, unseren Glauben
              freudvoll leben und mit einem liebevollen Blick auf uns und unsere Mitmenschen in die Welt tragen
              können.
             
              Mit herzlichen  Glück- und Segenswünschen für das neue Jahr.


                   

                                            
                   
   Ulrich Kastner